Naturheilpraxis Bettina Will

Akupunktur in Frankfurt

Nasendusche

Wofür ist das gut?

  • Bei einer Nasendusche wird die Nasenschleimhaut mit einer Flüssigkeit gespült. Dadurch löst sich nicht nur zäher Schleim, auch Staub und Pollen werden herausgespült. Auch Krankheitserreger, die sich im Sekret befinden, werden gleich mit aus der Nase herausbefördert. Während die Flüssigkeit an den Eingängen der Nasennebenhöhlen vorbei fließt nimmt sie von dort ebenfalls Sekret mit und regt damit auch die Nebenhöhlen, die ja nicht direkt mitgespült werden, zur Abreinigung an.
  • Bei zwei Gesundheitsproblemen ist die Wirksamkeit gut belegt: bei Pollenallergie und chronischer Nasen- und Nebenhöhlen-Entzündung. Die Methode kommt auch bei akuten Erkältungen zum Einsatz.

Verschiedene Modelle

  • Es gibt diverse Modelle, von der Spülkanne aus Glas bis hin zur Kunststoffflasche mit Nasenaufsatz. Am besten geeignet und sehr einfach zu handhaben ist nach meiner Einschätzung die Nasendusche von Emser Salz aus der Apotheke.

Die richtige Handhabung

  • Am besten lösen Sie das Salz in einem separaten ½ Liter-Becher durch Umrühren auf. Mit einem halben Liter können Sie das Gerät zweimal befüllen. Spülen Sie also jeweils mit einer Füllung einmal in jeder Richtung.
  • Öffnen Sie den Nasenaufsatz wie ein Scharnier durch Anwinkeln und halten Sie gleichzeitig die obere Luftöffnung mit dem Finger zu, um die Lösung im Behälter zurückzuhalten.
  • Lehnen Sie den Kopf leicht über das Waschbecken und setzen Sie den Nasenaufsatz an ein Nasenloch.
  • Öffnen Sie beim Spülen den Mund, sonst läuft Lösung in den Rachen.
  • Nehmen Sie nun den Finger von der oberen Luftöffnung. Das Salzwasser fließt ganz von selbst über das eine Nasenloch hinein und über das andere Nasenloch wieder heraus.

Welches Salz in welcher Konzentration?

  • Die im Handel erhältlichen vorportionierten Salze sind unnötig und meistens zu teuer. Sie können ganz einfach jedes Meersalz oder Haushaltssalz ohne Zusätze (Jod, Fluorid, Trennmittel oder Rieselhilfen wie E 535) verwenden.
  • Ich empfehle Meine Base von Jentschura. Es unterstützt den Körper bei der Entsäuerung und damit auch bei entzündlichen Prozessen. Es ist außer für die Nasenspülung vor allem geeignet für Entsäuerungsbäder, Umschläge bei Gelenkentzündungen und für Darmspülungen.
  • In Bezug auf die Dosierung sollten Sie sich anfangs an der sogenannten „physiologischen Kochsalzlösung“ orientieren. Diese entspricht der Salzkonzentration in der menschlichen Tränenflüssigkeit. Eine solche Lösung enthält 0,9 Prozent Salz und wird hergestellt mit 4,5 g (etwa ein Teelöffel) auf einen halben Liter Wasser. Eine niedrigere oder deutlich höhere Salzkonzentration kann in der Nase brennen.
  • Als fortgeschrittener Nasenspüler können Sie auch mit höheren Salzkonzentrationen experimentieren. Durch den stärkeren Reiz wird sich die Nasenschleimhaut damit stärker abreinigen. Bei Allergien ist dies meist unerwünscht, da sie sowieso schon mit hohem Sekretfluss verbunden sind. Während einer Erkältung oder zur Vorbeugung einer Erkältung kann es aber hilfreich sein.

Unbedingt nur fließen lassen

  • Ist die Schleimhaut zu sehr angeschwollen, etwa durch einen Schnupfen, kann es passieren, dass die Spülflüssigkeit nicht richtig durchfließen kann. Wer kurze Zeit vorher jedoch ein abschwellendes Nasenspray anwendet, kann Abhilfe schaffen. Kommt die Lösung in der Nase nicht durch, spülen Sie gegenläufig durch das andere Nasenloch und testen Sie die stockende Seite dann eventuell noch einmal.
  • Drücken Sie bei verstopften Nasenwegen niemals auf die Wände der Nasendusche! Dabei würden Sie die Flüssigkeit mit samt dem Sekret, den Pollen und Erregern rückwärts in die Nasennebenhöhlen drücken, anstatt sie von dort herauszuspülen!

 Hygiene ist wichtig

  • Waschen Sie die Nasendusche vor und nach Gebrauch mit fließendem warmem Wasser aus. Lassen Sie sie zwischen den Einsätzen trocknen, möglichst kopfüber.
  • Reinigen Sie sie ab und zu intensiv, etwa in der Spülmaschine oder durch Auskochen und beachten Sie die Gebrauchsinformationen.
  • Die Oberfläche von Kunststoffflaschen kann mit der Zeit aufrauen, was es Keimen erleichtert, sich dort potenziell anzusiedeln. Tauschen Sie Ihre Nasendusche daher in regelmäßigen Abständen durch eine neue aus.

 Kontraindikationen

  • Wenn die Nebenhöhlen akut stark entzündet und vereitert sind muss man auf jeden Fall sehr vorsichtig vorgehen und sich am besten vorher vom Arzt ein OK holen.
  • Wenn die Nase blutet oder die Schleimhäute sehr trocken sind sollte keine Nasendusche durchgeführt werden.
  • Bei Mittelohrentzündung und nach Nasen-OPs kann die Nasendusche hilfreich sein, muss aber auf jeden Fall vorher mit dem Arzt abgesprochen werden.
  • Manchmal, etwa bei Mukoviszidose oder nach Nasen-OPs, muss die Spüllösung steril sein. Fragen Sie auch in diesem Fall vorher Ihren Arzt.