Naturheilpraxis Bettina Will

Akupunktur in Frankfurt

Hoher Darmeinlauf

Heilpraktikerin Bettina Will aus Frankfurt erklaert den Darmeinlauf Der ''Hohe Einlauf“ heißt so, weil er im Gegensatz zu einem Klistier nicht nur den Enddarm, sondern den gesamten Dickdarm durchspült.

So wird der hohe Einlauf gemacht:

  • Kaufen Sie in der Apotheke oder im Sanitärgeschäft ein Irrigatorset oder eine Klysopumpe. Die Durchführung mit einer Klysopumpe ist meines Erachtens einfacher.
  • Planen Sie für das erste Mal ca. 1 ½ Stunden Zeit ein.
  • Den Einlauf am besten im warmen Badezimmer durchführen.
  • Eine Isomatte mit einem Handtuch bedecken. Warme Socken anziehen.
  • Den Flüssigkeitsbehälter mit lauwarmem (ca. 35° C) Wasser füllen, 2 Teelöffel Meine Base zufügen und auflösen (dies schont den Darm).
  • Das Klistierrohr mit Schlauch und Verschlusshahn ordnungsgemäß an den Behälter anschließen (Hahn vorher schließen = Querstellung) bzw. Klysopumpe mit einem Ende in den Behälter einhängen.
  • Etwas Wasser ablassen bzw. abpumpen, damit der Schlauch entlüftet wird.
  • Bei Verwendung eines Irrigators ohne Klysopumpe muss der Flüssigkeitsbehälter erhöht aufgehängt werden, damit die Flüssigkeit genügend Druck hat um in den Darm einzufließen. Je höher Sie das Gefäß hängen, desto größer sind Druck und Geschwindigkeit, mit denen die Flüssigkeit in Ihren Darm gelangt. Bei Verwendung einer Klysopumpe ist dies nicht nötig.
  • Durch langsames, gleichmäßiges Drücken auf den Gummiball pumpen Sie die Flüssigkeit kontrolliert in den Darm. Ein Verschlusshahn zum Stoppen ist hier nicht nötig.
  • Klistierrohr mit Vaseline oder Olivenöl einfetten.
  • Auf die linke Körperseite legen. Beine etwas anziehen, damit die Bauchmuskeln entspannt sind.
  • Klistierrohr mit einer leichten Drehbewegung ca. 2-3 cm in den After einführen.
  • Mit dem Einpumpen beginnen bzw. den Hahn des Irrigators öffnen und das Wasser einfließen lassen. Dabei ruhig und entspannt atmen.
  • Soviel Flüssigkeit einfließen lassen, wie möglich.
  • Hahn rechtzeitig vor dem kompletten Leeren des Behälters schließen bzw. rechtzeitig mit Pumpen aufhören, damit keine Luft in den Darm gedrückt wird.
  • Verschlusshahn schließen und das Klistierrohr aus dem After ziehen. Ziehen Sie dabei nicht am Schlauch, sondern am Klistierrohr
  • Nach dem Einlaufen 2 Minuten auf der linken Seite liegen bleiben. Dann für 2 Minuten auf den Rücken legen. Wenn Sie mögen, können Sie die Beine und den Po etwas anheben bzw. kurz eine „Kerze“ machen oder einfach den Bauch gegen den Uhrzeigersinn ruhig massieren. Dann 2 Minuten auf die rechte Seite legen. Das Wasser fließt bei den Lageveränderungen nach dem Einlauf zuerst in den absteigenden Dickdarm (beim Liegen auf der linken Seite), dann in den Querdarm (beim Liegen auf dem Rücken) und zuletzt in den aufsteigenden Dickdarm (beim Liegen auf der rechten Seite).
  • Versuchen Sie, die Flüssigkeit möglichst lange zu halten. Etwa 6-10 Minuten sind optimal. Den Darminhalt auf der Toilette entleeren.

Die erträgliche Flüssigkeitsmenge kann sehr unterschiedlich sein. Insbesondere beim ersten Einlauf oder bei starker Verstopfung kann meist nicht die gesamte Flüssigkeit einlaufen. Machen Sie sich darüber keine Sorgen. Erzwingen Sie nichts. Sobald der Druck für Sie unangenehm wird, ist es genug. Wenn der Entleerungsdruck sehr intensiv wird, ist es besser, den Darm zu entleeren. Mit ein paar ruhigen Atemzügen können Sie entspannen und die Darmentleerung ein wenig hinauszögern.

Falls beim ersten Mal nur sehr wenig Flüssigkeit einfließen konnte, können Sie den Einlauf noch einmal wiederholen. Besteht nach der Entleerung kein Stuhldrang mehr, kann der zweite Einlauf unmittelbar angeschlossen werden. In den meisten Fällen kann die Wassermenge nun gesteigert werden, da mehr Platz im Darm ist. Ein guter Anhaltswert ist je nach Körpergröße 1 bis 2 Liter. Wenn möglich, sollten Sie beim zweiten Einlauf nicht abbrechen, sondern nur den Hahn vorübergehend schließen bzw. mit dem Pumpen kurz pausieren, tief durchatmen und warten, bis das Druckgefühl aufhört. Danach langsam das restliche Wasser einlaufen lassen. Beim ersten Stuhlgang nach dem Einlauf fließt zuerst das Wasser mit dem Kot aus dem Mastdarm heraus. Nach einer Weile setzt plötzlich noch einmal Stuhldrang ein.

Bei chronischer Verstopfung oder als Begleitmaßnahme zu besonderen Reinigungsverfahren können Sie mehrere Tage hintereinander einen Einlauf vornehmen. Die Flüssigkeit wird dann nach und nach immer höhere Darmabschnitte erreichen können. Nach Beendigung des Einlaufs das Klistierrohr und den Verschlusshahn ausspülen und kurz auskochen. Irrigatorschlauch ebenfalls ausspülen und kurz in kochendes Wasser legen.

Ein Einlauf darf nicht durchgeführt werden:

  • Bei Darmperforation oder bei Darmverschluss
  • Bei akuten Baucherkrankungen, wie z.B. einer Blinddarmentzündung
  • Nach einer Bauchoperation (Rücksprache mit Ihrem Chirurgen)
  • In der Frühschwangerschaft (Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt) oder bei drohendem Abort
  • Bei Blutungen im Darmtrakt, bei entzündlichen Darmerkrankungen z.B. Colitis ulcerosa
  • Bei Tumoren im Bauch
  • Bei Rektalen Darmfisteln und Scheidenfisteln
  • Vorsicht bei bestehenden Hämorrhoiden (Blutungsgefahr)

Einläufe sind ein lange bewährtes Naturheilmittel bei vielen Beschwerden und als Begleitung zu Reinigungsverfahren. Aber auch natürliche Verfahren sind nicht immer angebracht und sollten nicht unbedacht oder zu häufig angewendet werden. Zeitpunkt, Häufigkeit, Art der Spülflüssigkeit etc. sollten auf Ihr Anliegen und auf Ihre Verfassung abgestimmt sein.

Ich berate Sie gerne individuell zum Thema Darmreinigung und Einläufe. Sprechen Sie mich an.